04/2017

Datensummit 2017: „Intransparentes Regierungs- und Verwaltungshandeln stellen keine Option mehr dar“

An dem ersten Datensummit in Zusammenarbeit zwischen dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. nahmen über 250 Teilnehmer aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft sowie nationale und internationale Redner teil. Viele Impulse für den zukünftigen Umgang mit offenen Daten in Deutschland, ein voller Erfolg und ein tolles Beispiel, wie „Verwaltung und Zivilgesellschaft an einem Strang ziehen können, wenn es darum geht zu demonstrieren, warum offene Daten und offenes Wissen für die Gesamtgesellschaft nützlich sind“.

Bild von Tursics

Hier eine Abschrift meiner Begrüßungsrede:

Willkommen zum ersten Datensummit!

Es ist eher ungewöhnlich mit den Danksagungen anzufangen aber ich mache das jetzt: ich will ganz herzlich Saadya, Nadine, Elisa und Moritz sowie den vielen Helferinnen und Helfer der Open Knowledge Foundation Deutschland danken – ohne euch wäre dieser Summit nicht möglich!

Für die, die Open Knowledge Foundation Deutschland nicht kennen: wir setzen uns seit über 6 Jahren für offenes Wissen, offene Daten, Transparenz und Beteiligung ein.

Ein Dank geht auch an Frau Mause vom BMVI – ich weiß nicht ob sie sich noch an unser erstes Treffen vor über einem Jahr erinnern können, aber ich bin sehr glücklich, dass der wir uns heute auf dieser gemeinsamen Veranstaltung wiedersehen – und natürlich Danke an das BMVI für die Unterstützung und den Veranstaltungsort sowie an anwesenden Vertreter und Vertreterinnen allen voran an Frau Bär für Ihr kommen – ich bin sehr gespannt auf ihre Begrüßung

Hätte mich jemand am Anfang dieser Legislaturperiode gefragt, ob wir in den nächsten 4 Jahren gemeinsam mit einem Ministerium einen Datensummit veranstalten, hätte ich sicher klar und ungläubig verneint – zum Glück hab ich mich geirrt!

Nicht geirrt habe ich mich bei der Annahme dass auch am Ende der Legislatur noch viel zu tun geben wird. Bei den Themen Open Data und Öffnung und Transparenz von Regierungs- und verwaltungshandeln geht es eben nicht nur um die bloße Bereitstellung von im besten Fall maschinenlesbaren Daten, sondern auch um die Verhandlung der Frage wie offene Daten und offenes Wissen für die Gesamtgesellschaft nützlich sein können. Während bei dieser Frage ganz offensichtlich noch Uneinigkeit besteht, herrscht 2017 immerhin Einigkeit darin, dass „closed by default“ also Verschlossenheit keine Option mehr ist.

Beispiele dafür sind ersten Versuche für ein Open Data Gesetz, der Beitritt zur Open Government Partnership, natürlich auch der mFund oder der Datensummit heute hier. Nicht zu unterschätzen ist der damit einhergehende Austausch. Er stellt eine wesentliche Grundlage für die notwendigen Veränderungen beim staatlichen Umgang mit Informationen und für die so dringend notwendige Gestaltung der Digitalisierung dar. Ganz passend dazu der Slogan des Summits: work in Progress / work on progress.

Denn trotz der genannten Initiativen und positiven Beispiele fehlt es noch immer an konkreten Experimenten, einem klaren politischen Willen zu mehr Offenheit und der Austausch findet bis heute noch immer viel zu selten manchmal viel zu unstrukturiert und bisher nicht breit genug statt – das werden wir hoffentlich heute und morgen ändern.

Heute und natürlich morgen im Betahaus wollen wir alle zusammenbringen, die Open Data in Deutschland voranbringen, weiterdenken oder kennenlernen möchten.

Vielen Dank für euer Kommen!

Open Government (Data)
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